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Für einen Eindruck, was den Besucher bei der Ausbildungsmesse erwartet, haben wir 2014 ein Video veröffentlicht.

Saubere Trennung und gute Verbindung

Trennungen gehören zum Alltag von Carolin Vilbusch. Die naturwissenschaftliche Trennungstechnikexpertin studiert zwar noch, arbeitet aber schon an der Konstruktion von Separatoren und Dekantern, mit deren Hilfe sich Stoffe voneinander scheiden lassen. Mit einem dualen Studiengang hat sie ihren optimalen Weg gefunden, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.

„Im Maschinenbau ist ein ständiger technischer Fortschritt zu verzeichnen. Diesen mitzugestalten ist sehr aufregend“, beschreibt Carolin Vilbusch die Begeisterung für Job und Studium. Mit ihrer Arbeit an Separatoren und Dekantern bei der GEA Westfalia Separator Group in Oelde kann sie für verschiedene Branchen an neuen Ideen tüfteln.

Der richtige Dreh

„Separatoren trennen mittels Zentrifugalkraft Substanzen und Feststoffe aus Flüssigkeiten“, so die Erklärung der Maschinenbaustudentin im neunten Semester. Verschiedene Substanzen haben aufgrund ihres unterschiedlichen Gewichts jeweils ihre eigenen Fliehkräfte. Bei Drehbewegungen fliegen die einzelnen Bestandteile der Flüssigkeit unterschiedlich weit und können so voneinander getrennt werden.

Eingesetzt wird diese Technologie beispielsweise in der Getränkeproduktion, etwa bei der Herstellung von Fruchtsäften, Bier oder Kaffee. Aber auch im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe sorgen Separatoren für die richtige Zusammensetzung von Ölen, Fetten oder Biokraftstoffen. Bei einem höheren Anteil von Feststoffen fällt die Wahl auf Dekanter, die feste Stoffbestandteile aus den Flüssigkeiten absondern. Zum Beispiel bei der Chemikalienrückgewinnung in der Papierindustrie oder der Aufbereitung von Altöl zur Stromerzeugung. So leisten Separatoren und Dekanter einen wichtigen Beitrag für „den wirtschaftlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen“, erklärt Carolin Vilbusch.

Gemischtes Doppel

Mindestens so viel Schwung wie die Separatoren und Dekanter bei ihren Drehbewegungen entwickeln steckt die 25-Jährige auch in ihr Studium. Eigentlich war der Berufseinstieg anders geplant. Auf das Abi folgte eine Ausbildung als Industriemechanikerin bei der GEA Westfalia Separator Group. Doch das erste Lehrjahr lief so gut, dass Carolin Vilbusch nach einer zusätzlichen Herausforderung suchte. So startete die angehende Ingenieurin zusätzlich ein Maschinenbaustudium an der FH Südwestfalen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung steht nun die Bachelorarbeit an, danach ein Masterstudium und für ihre weitere Karriere wünscht sich die GEA-Mitarbeiterin einen spannenden Auslandsaufenthalt.

Maschinenbau – eine Männerdomäne?

„Stimmt nicht“, so Vilbusch, „es gibt genug Frauen, die diesen Weg gehen“. An der Hochschule hat sie zwar nur fünf weitere Kommilitoninnen, aber einen Nachteil sieht sie darin nicht: „Alle Studierenden helfen sich gegenseitig. Egal ob Frau oder Mann.“ Ihr Tipp für Interessierte: erst ein entsprechendes Praktikum und dann ein duales Studium. Denn die zweifache Belastung in Studium und Beruf bedeutet auch doppelte Erkenntnis: „Theorie und Praxis lassen sich kaum besser kombinieren.“

Immer mehr!

Der Anteil von Studentinnen wächst wie in allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen auch im Maschinenbau. Rund 4.000 Ingenieurinnen, etwa 19 Prozent aller Absolventen eines Ingenieurstudiums, die 2009 ihr Studium im Bereich Maschinenbau/ Verfahrenstechnik erfolgreich abgeschlossen haben, vermeldet das Statistische Bundesamt.

Gut gemixt: duales Studium Ein duales Studium ist eine Kombination aus Studium an einer Fachhochschule oder Berufsakademie und einer beruflichen Ausbildung im Unternehmen. Wie Praxis und Theorieanteile organisiert werden, hängt vom Studiengang ab. Für die Bewerbung an der Hochschule benötigt man zunächst einen Ausbildungsplatz in einem kooperierenden Unternehmen. Pluspunkte sind die gute Verzahnung von Theorie und Praxis, viele Kontakte und ein Gehalt während der gesamten Studiendauer. Voraussetzungen zur Einschreibung in Maschinenbau-Studiengängen legen die GEA Das Unternehmen GEA Westfalia Separator Group GmbH gehört zur GEA Group Aktiengesellschaft. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Düsseldorf zählt zu den weltweit führenden Systemanbietern für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und Energie.

Infos im Netz:

GEA Group AG: » www.gea.com
GEA Westfalia Separator Group GmbH: » www.westfalia-separator.com
Karriere-Initiative bei GEA: » www.gea-people.com
FH Südwestfalen: » www.fh-swf.de