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Persönlicher Draht zu Unternehmen

Projekt FAM²TEC startet Mentoringprogramm für Studentinnen der Fachhochschule Münster

Münster/Steinfurt (12. Juli 2013). „Wir möchten den Studentinnen schon vor ihrem Abschluss Kontakt zu Unternehmen ermöglichen, und zwar auf einer persönlichen Basis.” So beschreibt FAM²TEC-Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Scholz die Idee des Mentoringprogramms, das nun an der Fachhochschule Münster in die erste Runde gegangen ist.

„Das neue Angebot bringt viele Vorteile für die Studentinnen mit sich”, ist sich der Hochschullehrer vom Fachbereich Maschinenbau sicher. Der direkte Kontakt zu Führungskräften der Partnerunternehmen des Projektes ermögliche tiefergehende Fragen und Einblicke als etwa Vortragsveranstaltungen. Außerdem können die Studentinnen so Teil von bestehenden oder neuen Netzwerken werden, die auch im späteren beruflichen Alltag sehr nützlich seien. Berufseinstieg, der Umgang mit Kollegen und Chefs, Karriereplanung, Schlüsselkompetenzen, Bewerbungsunterlagen und Frauen in männerdominierten Arbeitswelten – all dies sind Themen, über die die Studentinnen sich mit ihren Mentorinnen und Mentoren austauschen können.

Wie läuft das Programm konkret ab? Jeweils eine Studentin und eine Mentorin oder ein Mentor aus einem Partnerunternehmen bilden für ein Semester, also für etwa fünf Monate, ein sogenanntes Mentoring-Tandem. Projektkoordinatorin Eva Keller begleitet die Kennlernphase und steht während der gesamten Dauer für Fragen zur Verfügung. Bis Ende 2014 soll in jedem Semester eine Mentoringrunde mit jeweils fünf bis zehn Tandems stattfinden. Zusätzlich zum Austausch der Beteiligten per E-Mail, Telefon oder Skype wird es persönliche Treffen im Betrieb und in der Hochschule geben.

„Das Mentoringprogramm ist ein wichtiger Baustein des FAM²TEC-Projekts”, betont Keller. Denn eines der Ziele der vom Fachbereich Maschinenbau und dem Bildungsinstitut HeurekaNet e.V. ins Leben gerufenen Initiative ist, die Studentinnen der technischen Fachbereiche aktiv zu unterstützen. Die Unternehmen profitieren ebenfalls von der Teilnahme am Mentoring: Im direkten Kontakt mit den Studierenden haben sie Gelegenheit, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. „Zudem kann die Unterstützung von Frauen in technischen Berufen einen Beitrag dazu leisten, dass die Berufswahl von Mädchen und Frauen zukünftig weniger durch gesellschaftliche Rollenverständnisse beeinflusst wird”, wünscht sich Keller. Mentorinnen oder andere Mitarbeiterinnen könnten positive Vorbilder darstellen. An der ersten Runde beteiligen sich die FAM²TEC-Partnerunternehmen Bernd Münstermann GmbH & Co. KG, Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH, Jüke Systemtechnik GmbH, Metallwerke Renner GmbH und WIR Solutions GmbH.

Marianne Voßgröne (l.) und FH-Studentin Marta Kubiak sind für ein Semester ein Mentoring-Tandem.

Marianne Voßgröne (l.) und FH-Studentin Marta Kubiak sind für ein Semester ein Mentoring-Tandem. (Copyright: FH Münster/Eva Keller)

Zum Thema:

FAM²TEC ist eine gemeinsame Initiative des Fachbereichs Maschinenbau der Fachhochschule Münster und HeurekaNet – Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. Das Projekt hat zum Ziel, technische Berufe für interessierte Frauen attraktiver zu machen und Unternehmen beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Angebote gibt es sowohl für Schülerinnen und Studentinnen als auch für Partnerunternehmen. 15 münsterländische Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie angrenzenden Branchen beteiligen sich an dem Programm.

Das Projekt FAM²TEC wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft”. Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).

 

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