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Für einen Eindruck, was den Besucher bei der Ausbildungsmesse erwartet, haben wir 2014 ein Video veröffentlicht.

Interview mit der angehenden Chemielaborantin Katja Brormann

“Ich, Katja Brormann bin 17 Jahre alt und habe mich, nachdem ich meine Fachoberschulreife auf einer Realschule erworben habe, für eine Ausbildung zur Chemielaborantin bei der Firma Rottendorf Pharma GmbH entschieden. Mittlerweile bin ich im 2. Lehrjahr und stehe kurz vor der Zwischenprüfung. Bei Rottendorf Pharma werden oral einnehmbare Arzneimittel in Form von Kapseln, Filmtabletten und Dragees hergestellt, die Qualität kontrolliert und verpackt.

Ich habe zwei jüngere Schwestern und wohne mit meiner Familie in Langenberg (Kreis Gütersloh). In meiner Freizeit gehe ich reiten und bin im Spielmannszug aktiv. Ich wohne ca. 25 km von meiner Ausbildungsfirma entfernt, mit 17 Jahren habe ich einen Streckenführerschein gemacht, damit ich alleine zur Arbeit fahren kann. Zu Beginn meiner Ausbildung wurde ich von einer Arbeitskollegin mitgenommen.

 

Warum habe ich mich für diesen Beruf entschieden? Durch viele freiwillige Praktika habe ich mir verschiedene Berufsbilder angeschaut und mich letztendlich für den der Chemielaborantin entschieden. Es ist ein abwechslungsreicher und interessanter Beruf, man arbeitet häufig praktisch,  allerdings muss alles was man tut auch dokumentiert werden. Wie ich finde eine gute Mischung zwischen Schreibarbeit und Praxis.

Durch die Recherche im Internet bin ich auf das Unternehmen aufmerksam geworden, mit Hilfe meine Eltern habe ich die Entfernung ausfindig gemacht, da diese in einem angemessenen Rahmen lag haben ich mich anschließend für eine Ausbildungsplatz beworben.

Analytische Bestimmungen, Identitätsbestimmungen aber auch Dokumentation oder präparative Arbeiten gehören zu meinen täglichen Aufgaben. Ich stelle Maßlösungen her  und vermesse diese zum Teil, ich wiege Produkte ein und arbeite diese für eine Gehaltsbestimmung auf oder identifiziere mittels Farb- oder Niederschlagsreaktionen einige Rohstoffe.

Ich gehe auf das Hans-Böckler-Berufskolleg in Münster. Dort werden im Blockunterricht (4-6 Wochen) hauptsachlich die Fächer Mathe und Chemie unterrichtet, aber auch Religion, Wirtschaft, Politik, Deutsch, Englisch und Sport müssen sein. Für mich war die Umstellung von der Realschule zur Berufsschule sehr groß, denn auf dem Hans-Böckler-Berufskolleg muss man sehr viel mehr tun um gute Noten zu bekommen.

Sehr gut an meiner Ausbildung gefällt mir, dass sie sehr abwechslungsreich aufgebaut ist. Wir haben ein Azubilabor in dem wir Grundlagen für die Arbeit im Labor vermittelt bekommen  und später für die Prüfungen üben können. Außerdem greifen wir den Mitarbeiter der Qualitätskontrolle unter die Arme. Es gibt 4 verschiedene Abteilungen die wir  im 5 Wochen Rhythmus durchlaufen. Dazu kommt noch die Berufsschule, somit wird es nie langweilig. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit ein vierwöchiges Praktikum im europäischen Ausland zu machen.

Was wird nach meiner Ausbildung passieren? Interessiere ich mich an Fortbildungen? Ja, an Fortbildungen habe ich Interesse, ich plane nach der Ausbildung ein Fachabitur im Bereich Chemie zu absolvieren, um anschließend eventuell studieren zu können.”

Wir bedanken uns bei Katja Brormann für den tiefen Einblick in ihren Beruf und wünschen weiterhin viel Erfolg auf ihrem beruflichen Weg!